Dienstag, 1. April 2025

Kriegszerstörungen entlang der Wilhelmstraße (ev. Gemeindehaus)

Auf der Rückseite dieses Fotos von der Wilhelmstraße steht geschrieben: "28. März 1945:

Eine Straße im zerstörten Friedrichsfeld, Deutschland, durch welche die 30th Infanterie Division als Teil des Vorstoßes der 9. Armee nach der Überquerung des Rheines gezogen ist." 

Wer aufmerksam hinschaut, kann hinter dem Pferd in der Mitte die ev. Kirche erkennen. Wir schauen von der Spellener Straße aus in Richtung Kanal. Zum Vergleich findet sich unten ein Foto der Kirche.

Im ehemaligen Offizierspark am Ende der Spellener Straße / B8 befindet sich ein Kriegsopfermahnmal aus eindrucksvollen Stelen. Hier wird der 253 gefallenen Soldaten und der 91 zivilen Kriegsopfer aus Friedrichsfeld gedacht. Ein kleiner Abstecher dorthin lohnt sich auf jeden Fall auf unserer Radtour. 

Nach einer Eintragung im Kirchenbuch der kath. Kirchengemeinde St. Elisabeth schlug nachts um 23.30 Uhr eine Granate in den Kirchenkeller der katholischen Notkirche ein und tötete dort acht Einwohner, die dort Schutz gesucht hatten. Vom anderen Rheinufer aus waren im Rahmen der Operation "Plunder" 130.000 Granaten auf das Ostufer abgefeuert worden, 547 in der Minute. Insgesamt kamen an diesem 24. März 1945 in Friedrichsfeld 14 Zivilisten zwischen 13 und 87 Jahren durch Kriegseinwirkung ums Leben. 

Dieses Bild zeigt die Kriegszerstörungen im Ortsteil Friedrichsfeld aus der Luft: 



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