Dieses Bild wurde am 26. März 1945 aufgenommen. In regelmäßigen Viererreihen marschieren die Deutschen in die Kriegsgefangenschaft. Über die neu erstandenen Pontonbrücken werden sie über den Rhein transportiert.
Das Bild soll auf der Höhe des Eichenwegs entstanden sein.
Das war am Montag der Karwoche.
Am 27. März 1945 verzeichnet der Protokollant in den Berichten der Medizinischen Abteilung der 30. Division: "Während der vergangenen 3 Tage hat die Division 3.089 Gefangene gemacht. Nicht schlecht. Dies entspricht etwa einem Regiment."
Unter anderem in Büderich hatten die Amerikaner Kriegsgefangenenlager eingerichtet. Das Lager dort bestand ab dem 20. April 1945 auf einer Fläche von 90 ha. "Umgeben war es von Stacheldraht. Ungeschützt mussten rund 80.000 Kriegsgefangene auf blankem Acker leben, bis das Lager am 15. Juni 1945 aufgelöst wurde und die Gefangenen in einem Marsch ins Lager Rheinberg verlegt wurden.

Die Bedingungen im Lager werden als menschenunwürdig beschrieben. Überdachungen gab es nicht, den Kriegsgefangenen durften auch ihre Zeltbahnen nicht behalten, so dass sie auf freiem Feld in notdürftig gegrabenen Erdlöchern Schutz vor der Witterung suchten. Auch die Versorgung mit Lebensmitteln war unzureichend. Die Soldaten, die nach der bedingungslosen Kapitulation in Gefangenschaft gerieten, wurden als Disarmed Enemy Forces also als entwaffnete feindliche Streitkräfte bezeichnet, sie wurden zunächst nicht gemäß Genfer Konvention wie Kriegsgefangene behandelt. Nach offiziellen Angaben starben 128 Soldaten in der Gefangenschaft." Quelle: Wikipedia
Büderich war das nördlichste der sog. "Rheinwiesenlager".
Nicht weit davon entfernt war das Lager in Rheinberg. Es war das erste dieser Lager. "Es diente als Durchgangslager für Kriegsgefangene, die sich amerikanischen Truppen auf ihrem Vormarsch vom Weseler Brückenkopf aus bis zur Elbe ergaben. Errichtet wurde es ab Mitte April 1945 von Soldaten der 106. US-Infanterie-Division unter Heranziehung deutscher Kriegsgefangener. Dafür wurde westlich von Rheinberg, entlang der heutigen Bahnstrecke Duisburg–Xanten, ein 350 ha großes Acker- und Wiesengelände mit drei Meter hohen Stacheldrahtzäunen umgeben und hermetisch von der Außenwelt abgeschottet.
Aufgeteilt war es in acht Einzelcamps, genannt Cages (übersetzt: Käfige), ohne jegliche Behausung, sanitäre Anlagen oder gar Versorgungsstruktur. Darin pferchte man zeitweise bis zu 130.000 Kriegsgefangene ein, zu jeweils 8.000–30.000 pro Cage. Kälte, Hunger, mangelnde Hygiene und fehlende medizinische Versorgung waren Hauptursachen für schwere Krankheiten. Innerhalb des Lagers verstarben wohl etwas über 500 Kriegsgefangene." Quelle: Wikipedia
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen