Am ersten Tag des Rheinübergangs wurden Verwundete noch nach Alpen gebracht, der Transport dauerte 1 1/2 Stunden. Im 5. Bericht vom 25. März 1945 lesen wir:
"Zuerst betraten wir Spellen und kamen über Ork, Mehrum, Löhnen, Schanzenberg nach Friedrichsfeld. In Friedrichsfeld fand Oberst Treherne ein Gebäude, welches als Lazarett brauchbar schien. Es hatte zwar kein Dach, war aber ansonsten brauchbar. Der Oberst hängte ein Schild "Reserviert" ans
26./27. März 1945
"Morgens um 8:00 Uhr überquerten wir wieder den Rhein und fuhren zum Ort Friedrichsfeld. Eine Menge Soldaten setzte sich in Bewegung. Wir kamen zum Schulgebäude, welches als Lazarett benutzt werden sollte. Das Gebäude war während der Nacht als Quartier benutzt worden. Einige Leute des 48th Feldhospitals füllten Granattrichter auf, um ihre Zelte aufzubauen.
Hier wurden also verwundete alliierte Soldaten versorgt.
Das Schulgebäude war im September 1930 (damals noch dreistöckig) als neue evangelische "Heideschule" eröffnet worden (wobei auch zwei katholische Klassen dort unterrichtet wurden).
Das Gebäude diente auch schon vom 26.9.1944 als deutsches Feldlazarett. In der Schulchronik der Mädchenschule in Friedrichsfeld vermerkt deren Rektor Deinert: "Ich habe nie eine solch anmaßende Gesellschaft gesehen, wie es die Ärzte und das Sanitätspersonal sind. Gut essen und trinken scheint ihnen die Hauptsache zu sein."
Auf dem Dach war ein großes rotes Kreuz aufgemalt, um Bombardierungen zu verhindern.
In diesem Lazarett starb auch der Pfarrer Wilhelm Kirchmann (während dort noch ein deutsches Lazarett war) an seinen Verletzungen. Auch er wurde auf dem provisorischen Friedhof auf dem Schulhof beigesetzt und liegt heute auf dem Kriegsgräberfriedhof in Voerde.





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