Eine Informationstafel rechts daneben lässt den Betrachter wissen, dass der kapselförmige Bau dem Schleusenpersonal während des Zweiten Weltkriegs als Beobachtungsstand und als behelfsmäßiger Schutz bei Luftangriffen diente. Der Bunker ist klein und eng - einfach unvorstellbar, sich hier aufzuhalten, während draußen Bomben niedergehen. Es ist eng darin, wer mehr als 1,80 Meter misst, kann sich nur in gebückter Haltung in dem Bunker aufhalten, in dem Sehschlitze einen Rundumblick nach draußen ermöglichen.
Beobachtungsbunker wie dieser, erfährt der Leser bei der Lektüre der Informationstafel weiter, wurden "in der Hauptsache im Bereich von Verkehrsanlagen wie Bahnhöfen, Häfen, Brücken, Schleusen, Flugplätzen sowie in industrie- und dichtbebauten Wohngebieten aufgestellt und dienten bei Luftangriffen als zielnahe Beobachtungsstände". Besetzt wurden sie von Posten, "die bei Angriffen Schäden erkennen und möglichst schnell für deren Behebung zu sorgen hatten". Den äußerst gefährlichen Dienst leisteten in der Regel Mitarbeiter der zu schützenden Einrichtung, in dem Fall der Schleusenwärter.
Der schöne Artikel über den Splitterbunker erschien im Rahmen der Adventskalendertürchen-Aktion der NRZ im Jahr 2016.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen