Volkstümlich werden die als potentieller Ersatz für Brücken errichteten Übergangsstellen auch „NATO-Rampen“ genannt. Im Jargon der Bundeswehr findet sich für die Bauten auch die Bezeichnung „Panzerrampe“, Feuerwehren nutzen hingegen eher gerne den Ausdruck „Feuerwehrrampe“.
Mit dem Ende des Kalten Krieges sank zwar die militärische Bedeutung der NATO-Rampen, doch werden diese zumeist nach wie vor in Einsatzbereitschaft gehalten.
Eine solchen Rampe ist oft eine Möglichkeit, einen Schwerlasttransport ans Rheinufer zu ermöglichen. So z.B. den Transport eines über 400 Tonnen schweren Generatorläufers aus dem Kraftwerk in Möllen im Jahr 2019.
Der etwa sieben Meter breite Durchlass im Deich, müsste im Falle von Hochwasser abgedichtet werden. Über Wasserstandsmeldungen aus Düsseldorf und Duisburg gibt es bei steigenden Pegelständen eine Vorlaufzeit von einem bis eineinhalb Tagen. So können die notwendigen Elemente aus Aluminium (gelagert an der Feuerwache in Löhnen) dorthin gebracht werden. Die doppelte Wand besteht aus etwa 50 Einzelteilen und kann in rund 20 Minuten aufgebaut werden.
Diese „Kerbe im Deich“ zeigt an, dass Krieg nicht nur ein Relikt vergangener Zeiten ist, sondern dass das alte lateinische Sprichwort: „Si vis pacem para bellum“ – nach wie vor ein Stück Wahrheit enthält: „Wenn du (den) Frieden willst, bereite (den) Krieg vor.“ Vielleicht in diesem Kontext ein aufschlussreicher Zufall, dass mitten in Mehrum 1888 das (historisch bedeutsame) Grab eines germanisch-römischen Kriegers aus dem 6. Jahrzehnt nach Christi Geburt gefunden wurde. Und das ausgerechnet auf der – für die Römer feindlichen „germanischen“ Seite des Rheins. Der Grabfund kann heute in Xanten besichtigt werden.
Quelle: „NATO-Rampen am Rhein”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital.
URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/SWB-351985 (Abgerufen: 27. März 2025)
Dank an Sascha.B Military Photographer, er veröffentlicht seine Bilder bei Instagram und Facebook.


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